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Die Basilika der Märtyrer (La Basilica dei Martiri) 

La Basilica dei MartiriDieses beeindruckende Heiligtum (1973 von dem Vatikan mit dem Hinweis "basilica" dekoriert) umschließt die Wurzeln der kirchlichen Geschichte und der Tradition des gesamten Tals, Val di Non, und ist eines der bedeutendsten Beispiele für die spätgotische Kunst im Trient.

Der Bau der Basilika wurde im Jahre 1480 durch den Bischof von Trient, Giovanni Hinderbach, begonnen und von seinen Nachfolgern, Udalrico di Frundsberg und Cristoforo Madruzzo, 1542 abgeschlossen. Das Heiligtum entstand auf den Überresten früherer religiöser Gebäude und zeichnet sich durch einen kreuzförmigen Grundriss mit drei Kirchenschiffen, die durch schlanke Säulen getrennt sind, aus. 
Hier wechseln sich kreuzförmige Wölbungen mit spitzen Bögen und elegant ausgeführten Kapitellen ab - das Ganze aus hellem Gestein, das die Helligkeit der Kirche hervorhebt. Zahlreiche wertvolle Kunstwerke konnten erhalten werden: von dem stilvollen Antipendio des Altars auf mehrfarbigem Marmor - auf dem die Zerstörung der kleinen Kirche durch die Heiden abgebildet wird -, den aus Innsbruck stammenden Kirchenfenstern aus dem neunzehnten Jahrhundert, dem Hauptaltar im Barockstil (aus dem Jahre 1771), dem Altarbild von Giambattista Lampi (1775) - das die drei ruhmreichen Märtyrer aus Anaunia darstellt -, bis hin zu der wertvollen Orgel über dem Eingangstor.
Auch die Hauptfassade ist dreigeteilt; mit ihrer großen und hellen Rosette (ein Werk des Architekten Giacomo Mookadoha) und dem schönen Portal im Gotik-Renaissancestil, in dem sich architektonische Elemente der vorangehenden romanischen Kirche widerspiegeln - aus der ebenfalls der schlanke Glockenturm mit den gekrümmten dreibogigen Fenstern, der vor dem Jahre Tausend entstand, konserviert werden konnte. Das bronzene Basrelief des Portals hingegen wurde von Livio Conta nach einer Zeichnung von Padre Enrico Sironi angefertigt und der Kirche 1997 gespendet.
Im Inneren, im rechten Kirchenschiff, öffnet sich die Kapelle der Märtyrer - das wahre Herz der Basilika - mit einem eleganten Sarkophag aus Marmor aus dem Jahre 1472. Wie die seitlich eingemeißelte Aufschrift für die Gläubigen erinnert - beherbergt dieser die Kohle und Asche, die in jenem Jahr in einer Grabnische unter dem antiken Altar gefunden wurden, und von Bischof Hinderbach den drei Missionaren zugesprochen wurde.
Der Freskenzyklus an den Wänden, der biblische Szenen über die Apostel sowie die monatlichen Zyklen abbildet, stammt mit aller Wahrscheinlichkeit aus dem XIII. Jahrhundert.  
Die Messe der Drei Märtyrer wird am 29. Mai, dem historischen Datum ihrer Ermordung, zelebriert.